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Jusup Wilkosz

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Das Buch...

Ich will mit meinen Muskeln begraben werden! PDF Drucken E-Mail

Kurz-Porträt des erfolgreichsten Deutschen Bodybuilder aller Zeiten

Gewichtheber Jusup Wilkosz
Jusup kam aus dem Gewichtheben
Jusup wurde 1948 in Heilbronn geboren und begann bereits 1965, im Alter von nur 16 Jahren, mit dem Gewichtheben. Schnell folgten unzählige Gewichtheber-Titel in der Jugend- und Juniorenklasse, wofür Jusup insgesamt dreimal vom Bundespostminister Dollinger in Bayreuth geehrt wurde. Da die Muskeln im Gewichtheben sehr einseitig trainiert wurden, besuchte er später zum Ausgleich das Studio von Peter Gottlob in Stuttgart. Peters geschultes Auge erkannte schnell Jusups hervorragende Veranlagung und animierte ihn zur Teilnahme an Bodybuilding-Meisterschaften. „Eines Tages kam Peter Gottlob auf mich zu und erklärte mir, meine Figur sei ideal für einen Bodybuilder. Er fragte, ob ich nicht bei Wettkämpfen starten möchte. Ich startete und wurde auf Anhieb Dritter in der Juniorenklasse.“

Jusup Wilkosz MASSIV
...seiner Zeit voraus
1978 belegte Jusup bei seinem erstmaligen Weltmeisterschafts-Start den 2. Platz hinter Mike Mentzer und 1979 wurde er dann schließlich der erste Deutsche Weltmeister im Schwergewicht. Im gleichen Jahr lernte er auch Arnold Schwarzenegger kennen, freundete sich mit ihm an und sie trainierten zusammen für Arnolds Comeback - Anfang der 80er Jahre. Auf die Frage "Was wirklich bleibt", antwortet Jusup: „Erinnerungen. Zu den schönsten zählt für mich die gemeinsame Zeit mit Arnold Schwarzenegger in Santa Monica, Kalifornien. In dem legendären Studio Gold´s Gym am Strand von Venice Beach haben wir uns gegenseitig ergänzt und wurden 1980 als erfolgreichstes Trainings-Duo ausgezeichnet. Damals war ich 32 Jahre alt und auf dem Zenit meiner Bodybuilder-Karriere. Ich wurde noch im selben Jahr Mister Universum – auch hier als erster Deutscher -, und Arnold gewann erneut die Mr. Olympia.“ Die absolute Krönung seiner Karriere erlangte Jusup 1984, als er als 1. Europäer einen 3. Platz bei der Mr. Olympia-Wahl erlangte und bis HEUTE ist der EINZIGE Deutsche der einen 3. Platz auf der "Olympia" geschafft hat.

Jusup, würdest du deine Karriere als geglückt bezeichnen?
"Als ich am Höhepunkt angelangt war, konnte ich zu Hause einen Berg von Auszeichnungen bestaunen: Deutschlandmeister, Europameister, Weltmeister. Man kannte meinen Namen weltweit, lud mich zu großen Veranstaltungen ein. Bundespostminister Dollinger ehrte mich für meine sportlichen Leistungen. Als enger Freund Arnold Schwarzeneggers habe ich 18 Jahre an seiner Seite trainiert. Auch die Presse war mir meistens wohl gesonnen ..."

Doch anders als Arnold beschloss Jusup, in Deutschland zu bleiben, wo er um seine Entlassung bei der Post bat, um mit dem damaligen „Kraftsport-Guru“ Peter Gottlob ein Fitness-Studio in Fellbach zu eröffnen. Er heiratete und das Glück schien perfekt. Aber leider war es nur von kurzer Dauer. Verletzungen und die täglichen Verpflichtungen hinderten Jusup am Training, und so konnte er nicht an seinen großen Erfolg von 1984 anknüpfen und an der Mr. Olympia 1985 teilnehmen - obwohl er dort als haushoher Favorit auf den Titel gehandelt wurde. 1986 kam ihm dann ein leicht angerissener Bizeps in die Quere, was den 12. Platz der Mr. "O" nach sich zog. Kurz darauf erkrankte seine Frau an Krebs, was den feinfühligen und sehr sensiblen Jusup überaus mitnahm. Seine Frau starb 1989 im Alter von nur 48 Jahren. Das Studio ging kurz darauf pleite, Peter Gottlob und Jusup Wilkosz zerstritten sich. Der Titan verlor erst den Überblick, dann die Kontrolle. Probleme mit den Gläubigern, Probleme mit dem Gesetz, Probleme mit der Psyche, das ganze Programm. Jusup verlor alles, musste in eine Klinik, zog zu seiner Schwester nach Leonberg, verschwand in der Versenkung. "Ich lag nur noch bewegungslos wie ein Käfer auf dem Rücken auf meiner Couch", erinnert sich Jusup.

Jusup war ganz unten angekommen, das lebende Meisterwerk hatte seinen exponierten Platz in der Galerie der Spitzenkörper verloren. Vorbei die Zeiten, da ihn der Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel im Rathaus empfing und er in kleineren Nebenrollen im Theater auftrat. Er las jetzt die Bibel, wurde gläubig und um den Hals trägt er heute das Kreuz des Franz von Assisi.

Deutschlands erfolgreichste Olympia-Teilnehmer
Deutschlands erfolgreichste Olympia-Teilnehmer
Doch seit einiger Zeit rappelt es wieder um den „Zeus“ aus dem Schwabenland. Unlängst hat der Stuttgarter Krimi-Autor Heiger Ostertag den Roman „Was bleibt - Die Reise des Jusup W.“ (SWB-Verlag) geschrieben, der auf Jusups Leben basiert. Es ist der 1. Roman über einen Bodybuilder, der aber gleichzeitig die Lebensgeschichte von Jusup wiedergibt. Jetzt trifft man Jusup wieder häufiger in Studios rund um Stuttgart - er hat das Training wieder aufgenommen: „Zwar fehlt derzeit noch der Biss von früher. Aber vielleicht ein Wettkampf in der Over 60-Klasse in ein, zwei Jahren?“ Die Träume sind wieder da. Noch kann Jusup nicht mit der erwünschten Intensität trainieren. Ein paar alte Verletzungen stehen ihm hier im Weg, um die er vorerst herumtrainieren muss. Aber wie heißt es so schön? „Kommt Zeit – kommt Form!“ Mit dem Verstand eines Champions geht Jusup nun nach und nach an höhere Gewichte, absolviert sechs bis sieben Trainingseinheiten pro Woche, und sein Trainingpartner ist kein Geringerer als Reinhard Hess.

Jusup ist zurück – zurück im Studio, zurück im Leben. Er spürt wieder den Pump-Effekt, sieht lächelnd in den Spiegel: „Ein wenig Eitelkeit ist geblieben“. Er spricht mit Trainierenden, gibt Tipps, erzählt Anekdoten. Und oft sagt er den Satz, den er so gern sagt: „Beerdigt mich mit meinen Muskeln!“ Bis heute ist Jusup Wilkosz der offiziell bestgebaute Deutsche aller Zeiten. Nie wurden seine Erfolge als Bodybuilder von einem deutschen Athleten getoppt.
 



 

Schlagzeilen

FIBO 2007
Tolle Gäste und viele Besucher



Viele Besucher und tolle Gäste machten den ersten gemeinsamen Messeauftritt von Sportrevue und Power on TV zu einem unvergesslichen Erlebnis. Neben der amtierenden Weltmeisterin im Kraftdreikampf, Gunda von Bachhaus, und dem 10-fachen Weltmeister im Bankdrücken, Markus Schick, nutzten auch die Bodybuilding-Legenden Jusup Wilkosz und Markus Rühl die Gelegenheit, ihren Fans auf der FIBO ganz nah zu sein.
 

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